Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Neu: Demut - Mut zum Dienen...


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


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Pastoralverbund

Großes Fest - trotz Corona

Fronleichnam in Kesselstadt unter freiem Himmel – aber ohne gemeinsame Prozession


„Stehende Prozession“ auf dem Kirchplatz   bei gutem Wetter

Gebet um Schutz in Zeiten der Pandemie   – Gedenken an die rassistischen Anschläge vom  19. Februar  und in Amerika

Corona-bedingte Distanz unter freiem Himmel

 

Traditionsgemäß  findet d as  Fronleichnamsfest mit einem großen zentralen Gottesdienst aller Hanauer Katholiken – darunter auch viele anderer Muttersprachen -  unter freiem Himmel auf dem Hanauer Marktplatz im Zentrum der Stadt mit einer großen Prozession statt. Wegen der Hygiene- und Distanzvorschriften war diese Großveranstaltung mit Prozession  in der Corona-Zeit in diesem Jahr nicht möglich. Die Gottesdienste fanden deshalb dezentral in den einzelnen Kirchen statt.

 

In unserer  St. Elisabeth-Pfarrei entwickelten wir  ein neues Format. Ganz anders, aber auch  interessant:  

Wegen der großen Beteiligung und der angeordneten Begrenzung auf je hundert Personen fanden  insgesamt drei Gottesdienste statt. Jeweils im Anschluss an die Eucharistiefeier in unserer St. Elisabeth-Kirche begaben sich die Gläubigen - gemäß den Distanzvorschriften mit den nötigen Abständen - auf den freien großen Kirchplatz zu einer sogenannten „Stehenden Prozession“: Hier war ein mit Blumen geschmückter Außenaltar aufgebaut. Viele Gemeindemitglieder hatten am Vorabend Blumen aus ihren Gärten und Grünpflanzen gebracht. Daraus hatten die für den Kirchenschmuck zuständigen Blumenfrauen und -männer einen kunstvoll kreativen Blumenteppich auf dem Kirchplatz ausgelegt.

Schon ganz früh ging es um 5.00 Uhr  los. Bis zur Frühmesse um 08.00 Uhr lies der Regen nach.

Die Gläubigen blieben auf dem Kirchplatz in gebührendem Abstand auf ihren Plätzen stehen, während Dechant Andreas Weber – nur von Weihrauchträgern begleitet - die Monstranz mit dem Allerheiligsten alleine auf einer kurzen Prozession durch die Hopfenstraße und die Kastanienallee trug. Viermal wurden nach altem Brauch Evangelien-Texte vorgetragen und der Segen in alle vier Himmelsrichtungen gespendet. Im Mittelpunkt der Fürbitten standen die Anliegen der Stadt  Hanau  und ihrer Bewohner, das Gedenken an die schrecklichen rassistischen Anschläge in  Hanau  im Februar und rassistische Tendenzen in Amerika und auf der ganzen Welt, aber auch die aktuellen Gebete um Gesundheit und Bewahrung vor Schaden in der Corona-Pandemie, für alle Menschen auf der ganzen Welt und um Frieden.  

 

Dechant Weber in seiner Predigt: „Das Fronleichnamsfest erinnert uns daran: In Jesus Christus begleitet uns Gott auf unserem Weg. Er ist mitten unter uns da. Sein  Segen begleitet uns in unseren Stadtteilen und Quartieren. Seine Nähe hilft uns, durch Zusammenhalt  auf die schrecklichen Terroranschlag vom  19. Februar  zu reagieren: Vor unserer Haustür am Kurt-Schumacher-Platz und am Heumarkt. Große Solidarität und Zusammenhalt konnten wir spüren – mit den Opferfamilien zusammen. Auch in der Corona-Krise bleibt die Hilfe in der Nachbarschaft wichtig.“ Weber lud die Gläubigen ein, „voll Zuversicht und mit Gottvertrauen nach vorne zu schauen. Über alle Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg: In  Hanau  darf es keinen Platz für Rassismus und Ausgrenzung geben!“

 

Bis zum frühen Abend nutzten viele Gläubige und Bewohner Kesselstadts die Gelegenheit zum Besuch des Blumenteppichs und der zur Anbetung geöffneten Kirche. Eine Abendandacht mit Sakramentalem Segen beschloss den Tag.

 

Musikalisch wurden die Gottesdienste   begleitet: Durch die  Instrumentalgruppe Klaus Klisch (Orgel) und Franz Mende (Violine), durch Kantor Krystian Skoczowski (Orgel), Jan P. Windhövel (Kantor und Orgel), sowie auf dem Kirchplatz durch Diakon-Anwärter Philipp Schöppner mit dem Tenorhorn und der Messdienerin Anna Hüser mit Trompete  – als „Zwei-Mann--Musikkapelle“.