Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Zu Weihnachten: Es muss nicht alles perfekt sein...


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


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Pastoralverbund

Auf ein Wort

Nicht sehen und doch glauben

Osterfreude durch die Begegnung mit dem Auferstandenen 

Er war nicht dabei. Er hat es nicht für wahr gehalten. Er kann nicht glauben, dass der Gekreuzigte lebt. Für ihn ist alles vorbei, die Freundschaft und die Nachfolge. Durch das Geschehen der Kar-Tage fühlt er sich verlassen, vielleicht ganz in der Trauer verschlossen.
Er sagt, was viele denken: „Wenn ich nicht sehe und berühre, dann glaube ich nicht!“
Bei den Anderen ist er mal dabei und mal nicht. Die Gemeinschaft mit ihnen hat er nicht ganz aufgegeben. Er fehlt bei der ersten Begegnung mit dem Auferstandenen, er glaubt nicht!
„Streck Deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig sondern gläubig!“ Das ist das Angebot und der Anruf des Auferstandenen an ihn ganz persönlich: Der Apostel Thomas darf erkennen, sehen und berühren. „Weil Du mich gesehen hast, glaubst Du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20,19-31)
Dieses Wort hat Christen aller Generationen seit mehr als 2000 Jahren Trost und Ansporn gegeben. Denn wer kennt den Zweifel nicht? Wer will nicht wie Thomas berühren, um zu glauben?
Bis heute verlassen wir uns auf das Zeugnis derjenigen, die gesehen und geglaubt haben und vertrauen ihnen. Was wären wir ohne Maria Magdalena, Petrus und Johannes, die Emmaus-Jünger und Thomas und ohne diejenigen, die uns in unserem Umkreis heute die Auferstehung bezeugt haben? Wir selber können auch heute Zeugen der Auferstehung sein.
Ich persönlich glaube: Das Grab Jesu ist leer, er ist leibhaft auferstanden, er lebt und gibt sich den ersten Zeugen zu erkennen – langsam, persönlich, geheimnisvoll.
Die Evangelien sprechen eine klare Sprache: Vierzig Tage, bis zu seiner Himmelfahrt, begegnet der Auferstandene den Frauen und Aposteln ganz konkret im Alltag – Nicht als Geist, nicht in einer selbst eingeredeten mystischen Erfahrung. Er spricht und isst mit ihnen, lässt sich berühren, aber nicht festhalten.

Ich glaube daran, dass Jesus auch mich berührt und sich auch von mir berühren lässt, auch wenn ich damals nicht dabei war und ich ihn nicht direkt sehe. Die Kar- und Ostertage helfen mir, diese Beziehung zum Auferstandenen zu pflegen und zu erneuern. Gerade im Gebet und in der Liturgie unserer Kirche erlebe ich dies in dieser Woche vor Ostern quasi gleichzeitig wie damals.

In unseren Pfarreien ziehen wir mit Jesus am Palmsonntag in Jerusalem ein, nehmen im Abendmahlsaal unserer Kirchen Platz an seinem Tisch, erfahren seine Gegenwart in Brot und Wein, in seinem Fleisch und Blut.
Im Ritus der Fußwaschung wäscht der Priester in dieser Feier zwölf Personen, aus allen Altersgruppen, verschiedenen Herkunftsländern, Männern und Frauen, symbolisch die Füße:
Zeichen der Demut und des Dienstes heute wie damals. 
Am Karfreitag sind wir Zeugen seines Todes, am Morgen des Karsamstags trauern wir an seinem Grab und weinen, um dann froh und glücklich seine Auferstehung zu erleben und fest daran zu glauben.
Nicht nur Erinnerung sondern Gegenwart hier und heute – und das alles in Hanau und an allen Orten unserer Kirchen.

Ich glaube fest, dass der Auferstandene uns allen heute zu Ostern begegnen will.
Dann kann jeder auch Zeuge dafür sein, wie die Frauen und die Jünger damals.

Halleluja! Jesus lebt! Halleluja!

Diese Osterfreude wünsche ich allen,

Ihr Pfarrer Andreas Weber, Dechant













Katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth

Kastanienallee 68
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