Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Zu Weihnachten: Es muss nicht alles perfekt sein...


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


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Pastoralverbund

Zu Allerheiligen

Sich mit freuen


Der Dichter Martin Gutl erzählte einmal:


Eines Tages
hatten die Heiligen
in der Kirche das Stehen satt.
Petrus stieg vom Kreuz herab,
Barbara sprang um den Turm herum,
Katharina schob das Rad vor sich her,
Sebastian spielte mit den Pfeilen Mikado.
Märtyrer führten
einen Schwerttanz vor,
und die Engel, die sonst
krampfhaft die Trompete hielten,
klatschten Beifall.
Es löste sich der Kalk von der Mauer,
die Fenster sprangen auf,
und die große Rosette
begann zu kreisen.
Nur die Dämonen spielten nicht mit
und hielten todernst ihre Stellung.


Die schönen Stunden des Lebens sind gekennzeichnet durch miteinander fröhlich sein und gemeinsames Lachen. Sie lassen ahnen, dass der Mensch für die Freude geschaffen ist.
Oft ist das Leben aber nicht die reine Freude. Wer unglücklich ist, dem kann das Lachen der anderen sogar wehtun. Wer zusieht, dass nur andere Glück und Erfolg haben, der kann leicht traurig und neidisch werden. Aber wer die Freude nur für sich behält und sie anderen nicht gönnt, der wird egoistisch und selbstsüchtig und auch nicht froh. Davor sind auch Christen nicht bewahrt.
Eigentlich nicht verwunderlich: Denn Christen leben in keiner anderen Welt.
Und doch gibt es im Leben der Christen etwas, was ihren Blickwinkel verändert, etwas, was ihnen einen neuen Horizont eröffnet: Es ist die Hoffnung, die durch Jesus Christus gegeben ist. Sie verwandelt das Leben. Sie macht frei vom Zwang, immer nur dem eigenen Glück nachzujagen.
Sie lässt heiter werden, gelassen und geduldig gegenüber allem, was nicht gelingt, sogar gegenüber erlittenem Unrecht und der eigenen Unzulänglichkeit. Sie hilft auch zu begreifen: Die anderen sind nicht Rivalen im Wettlauf nach Glück und Ruhm, sondern sie können Freunde sein, über deren Erfolg man sich von Herzen freuen kann. Diese Mitfreude zeigt deutlich, wie tief die Liebe zum Nächsten reicht, noch deutlicher als bloßes Mitleid: Sich mit freuen.
Paulus drückt es für die Freunde in Rom einmal so aus:
„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! (Röm 12, 12.15)

Sich mit freuen,
ein guter Tipp zum Fest Allerheiligen und eigentlich der richtige Weg zum Himmel, gerade jetzt auf der Erde,

meint Pfarrer Andreas Weber, Dechant