Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Zu Weihnachten: Es muss nicht alles perfekt sein...


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


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Pastoralverbund

Auf ein Wort

Kofferpacken


Vor jeder Reise steht das Packen des Koffers an: Für manche eine Routine, für andere Stress mit erforderlicher Planung. Jeder kennt die Frage: Was brauche ich alles auf der Reise? Was ist vor Ort vorhanden? Was plane ich? Wie wird das Wetter? Reisen bedeutet immer auch Beschränkung. Ich muss auswählen, was ich mitnehme. Beim Fliegen ist das Gewicht des Gepäcks vorgegeben: Mehr kostet Geld oder ich muss mich am Flughafen noch von schweren Dingen trennen. Wer wandert, Rad fährt oder pilgert, sieht schnell ein: Weniger ist mehr! Gewicht ist   Ballast. Nur das Notwendigste wird mitgenommen, alles andere ist eine dauernde Last, die geschleppt werden muss und Kraft kostet. Wer auf Reisen geht, muss sich mit dem Gepäck auseinandersetzen und mit dem Ziel: Im Badeurlaub braucht man andere Sachen als beim Wandern und Klettern im Gebirge. Der Geschäftsreisende benötigt andere Dinge als der, der sich zur Kur oder ins Krankenhaus aufmacht. Was brauche ich, damit es mir gut geht? Wie sind meine Bedürfnisse?

Eigentlich Fragen, die nicht nur den Urlaub betreffen, sondern die Lebensreise insgesamt. Den Bedürfnissen des Lebens auf die Spur kommen. Das Materielle ist auch im täglichen Leben manchmal unnötiger, schwerer Ballast.   Was brauche ich in   meinem Alltag? Was tut mit gut? Worauf kann ich auf keinen Fall verzichten? Dabei gilt: Jeder ist anders, jeder muss für sich schauen, was er in seinem Lebenskoffer mitnehmen möchte, was er braucht, damit es ihm gut geht. Die Prioritäten sind bei jedem anders. Oft setzen wir dabei nicht nur auf materielle Werte, sondern auch auf geistige Schätze – wichtig, aber ohne materielles Gewicht.

Wer die Wohnung wechselt und   von einer größeren in eine kleinere zieht, muss sich von vielem trennen. Wer dann beim Älterwerden in eine noch kleinere Wohnung   wechselt -   betreut oder gar in ein Krankenzimmer oder die Wohnung in einem Hospiz -   kann nur ganz wenig an Gegenständen mitnehmen, merkt aber, dass plötzlich ganz andere Werte relevant sind. Wenn jemand auf die letzte Reise geht und stirbt, öffnet sich sein Blick auf das wirklich Wichtige.

Der Glaube kann helfen, die Prioritäten für mein Leben zu ordnen, Wichtiges vom Unwichtigen zu trennen, Ballast abzuwerfen, wie bei einer Ballonfahrt – um dann leichter und höher aufzusteigen. Die Ferien- und Urlaubszeit kann beim Kofferpacken dazu anregen, Antworten auf diese wesentlichen Fragen zu finden,

 meint Pfarrer Andreas Weber, Dechant