Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Zu Weihnachten: Es muss nicht alles perfekt sein...


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


Hier erhalten Sie die neuesten Informationen aus unserer Pfarrgemeinde:

Zu aktuellen kirchenmusikalischen Veranstaltungen informieren Sie sich bitte unter:

Zu aktuellen Terminen des Bibel-und Gebetskreises informieren Sie sich bitte unter:

 
 

Pastoralverbund

Auf ein Wort

Zu Allerheiligen

„Eine von uns“


Manche Menschen üben eine besondere Ausstrahlung auf andere Menschen aus. Ohne große Worte spürt man, dass sie etwas Besonderes – vielleicht sogar Geheimnisvolles - in sich bergen. Menschen denen wir im Alltag begegnen, die uns beeindrucken, die uns vielleicht sogar – auch unausgesprochen ein Vorbild sind. Dabei geht es nicht um Erfolg oder große Fähigkeiten oder materielle, äußere Dinge, sondern um eine Ausstrahlung von innen nach außen.
Künstler haben solche Menschen auch bildlich hervorgehoben: Leuchtend und strahlend, Licht aussendend, kreisförmig vom Kopf ausgehend oder manchmal auch den ganzen Körper umgebend. Nimbus, Gloriole, Aureole oder ganz einfach Heiligenschein wird diese Ausstrahlung in der Fachsprache genannt. Besondere Menschen strahlen etwas Besonderes aus – von innen nach außen – nicht aufgesetzt oder übermalt, sondern wie von einer inneren Lichtquelle ausgehend – wie ein Glasfenster, durch das die Sonne strahlt.
Manch einer denkt dabei an die großen berühmten Heiligen, unsere Namens- und Kirchenpatrone – Jahrhunderte alt sind sie oft und doch immer aktuell und strahlend.
Das habe ich kürzlich bei der großen Familienpilgerfahrt unseres Bistums mit knapp dreihundert meist jungen Menschen – Eltern, Kindern und Jugendlichen - nach Assisi erlebt. Franziskus und Klara strahlen bis heute – modern und aktueller denn je.
Auf der Fahrt war in unserem Hanauer Bus auch eine Familie aus dem Bistum Limburg. „Wir werden in Rom dabei sein!“ erzählten die vier Kinder in Vorfreude auf die Teilnahme an der Heiligsprechung von Katharina Kaspar. Wir wurden neugierig. Und sie berichteten den anderen von einer für viele noch unbekannten Frau aus Dernbach im Westerwald - von 1820 bis 1898 lebte sie. Wie von einer Nachbarin sprachen sie von ihr und man merkte die Freude, dass eine aus ihrer Nähe in den Kreis der Heiligen aufgenommen wird. Eine einfache, kluge Frau, die sich um Arme gekümmert und der die Ausbildung und Erziehung von jungen Menschen wichtig war. Ihre Ausstrahlung bewirkte, dass sich bis heute viele andere junge Frauen ihr anschlossen und in der von ihr gegründeten Ordensgemeinschaft wirken. Eine junge Schwester Betty war, wie unsere Kirchenzeitung der Bonfatiusbote berichtete, auch in Rom dabei und sprach von „Tränen der Freude und des Jubels bei der Heiligen Messe, die einfach und heilig und friedlich war, wie das Leben von Katharina.“ Die große Limburger Gruppe war stolz und froh mit ihrem Bischof Georg Bätzing, und fand, wie dieser sagte „viele Gründe diese äußerst kluge, mutige und bescheidenen Frau aus dem Westerwald zu verehren“.
Eine von uns, aus der Nachbarschaft. Mit Ausstrahlung bis heute, so ist das eben. Etwas Großes und Einfaches von Gott her Ausstrahlen.
Heilige sind Menschen wie Du und ich – Menschen mit Ausstrahlung. Eigentlich egal, ob sie in Rom heilgesprochen werden oder nicht. Aber wichtig, dass sie in der Nachbarschaft leben, so wie jeder von uns,


meint Pfarrer Andreas Weber, Dechant