Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Neu: Zu Weihnachten: Gutes Klima durch das göttliche Kind


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“
Beichtgelegenheit jeden Samstag um 09.15 Uhr (nach der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

Aktuelles


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Pastoralverbund

Auf ein Wort

Zum Advent


 

„Machen Sie es sich ungemütlich!“…,

 

…war einer von sechs Schritten, die in der Ausgabe unserer Bistumszeitung „Bonifatiusbote“ in einem kurzen Adventskurs gegeben wurden.

Da liest der Leser nach: „Vorweg: Wenn Ihnen diese Tage zu hektisch werden, keine kuschelige Stimmung aufkommt, haben Sie kein schlechtes Gewissen! In den adventlichen Texten ist von Ruhe und Gemütlichkeit nicht die Rede. Es ist die Rede vom Wachbleiben, Aufstehen, Umkehren. Die Zeit drängt.“ Am 2. Advent war in den Lesungen zu hören: „Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt“. Johannes der Täufer ruft: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen. Was krumm ist, macht gerade…“ –

Das heißt doch: „Machen Sie es sich ungemütlich!“ - Kamelhaare, Heuschrecken, wilder Honig, Wüste, eine strenge Bußpredigt – Kehrt um – Ändert Euer Leben – Nicht eine Verschönerung, sondern ein ganz neuer Lebensentwurf ist im Blick auf das Wirken von Jesus Christus gefragt. Das hört wirklich nicht gemütlich an.

Vielleicht ist Johannes gerade deshalb so anziehend, weil er in dieser Ungemütlichkeit ganz authentisch ist, bei ihm stimmen die Worte mit seinem Leben und seinen Taten überein. Er redet nicht einfach so daher, sondern er lebt auch, was er predigt. Er spricht als ein Prophet, der etwas von Gott vernommen hat und auf ihn hinweist. Er hat sich selbst verändert, bevor er von anderen verlangt, sich zu ändern. Bescheiden und demütig. Er will nicht im Mittelpunkt stehen, sondern nimmt sich selbst ganz zurück: „Der der nach mir kommt, ist stärker!“ – Der Weg ins Gefängnis, von dem wir  am 3. Advent hören, ist schon vorgezeichnet – für die Wahrheit hält er seinen Kopf hin – bis zur Enthauptung.

Dieser demütige Ruf zur Umkehr gilt auch jedem von uns. Eigentlich auch ungemütlich, aber richtig heilsam: Innehalten, Besinnen, eigene Fehler entdecken und unser alltägliches Leben zum Guten hin verändern  - auch im Gespräch mit dem Priester in der Weihnachtsbeichte. Das macht bereit für die Weihnachtsfreude. Eigentlich ungemütlich, aber dann voller Freude und ganz tief.

In diesem Sinn, eigentlich eine prima Empfehlung: „Machen Sie es sich ungemütlich!“,

meint Pfarrer Andreas Weber