Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Mit Klara und Franziskus – Gemeinsam in eine gute Zukunft


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

Aktuelles


Hier erhalten Sie die neuesten Informationen aus unserer Pfarrgemeinde:

Terminplan Firmung:

Bitte informieren Sie sich bitte unter:

Zu aktuellen kirchenmusikalischen Veranstaltungen informieren Sie sich bitte unter:

Zu aktuellen Terminen des Bibel-und Gebetskreises informieren Sie sich bitte unter:

Termine Kleinkindergottesdienste:

Bitte informieren Sie sich unter :

 
Auf ein Wort - zu Weihnachten

Es muss nicht alles perfekt sein...

Weihnachtsfahne der Kath. Pfarrei St. Elisabeth, Hanau-Kesselstadt mit Ausschnitt: Heilige Familie. In den unendlichen Weiten des Weltalls (blau) leuchtet ganz oben der Stern von Betlehem auf. In warmen leuchtenden Farben wird unten rechts (Ausschnitt) die heilige Familie gezeigt. 
Weihnachtsfahne der Kath. Pfarrei St. Elisabeth, Hanau-Kesselstadt mit Ausschnitt: Heilige Familie. In den unendlichen Weiten des Weltalls (blau) leuchtet ganz oben der Stern von Betlehem auf. In warmen leuchtenden Farben wird unten rechts (Ausschnitt) die heilige Familie gezeigt.


„Der Weihnachtsbaum muss noch geholt werden…“ - Meist sehr knapp, wenige Tage vor Heilig Abend erinnerte unsere Mutter daran. Zum elterlichen Hof gehörten auch zwei kleine Waldstücke einige Kilometer entfernt, wo unter den großen Bäumen eingeengt die eine oder andere kleine Tanne heranwuchs. Unser Vater machte sich dann - meist auf den letzten Drücker – auf den Weg, um den Baum zu holen. Ich bin als Kind immer gerne mitgefahren und erinnere mich noch gut an die Kriterien der Auswahl. Da wurde nämlich nicht der schönste Baum ausgesucht, sondern der, der „eigentlich weg durfte“, um einem anderen, schöneren Platz zu machen, der dann als großer Baum heranwachsen konnte. Nicht Weihnachtsbäume, sondern große Bäume sollten wachsen.

Als wir dann nach Hause kamen, war in jedem Jahr die Enttäuschung der Daheimgebliebenen groß.

„Der ist zu klein. Oben zu dünn. Auf der einen Seite hat er gar keine Äste. Wo soll dann da die Spitze drauf und die Kugeln. Da müsste man ja noch Äste einfügen…“ - So ähnlich jedes Jahr.

Meinem Vater und mir hat der Baum trotzdem gefallen, hatten wir uns ja auch vor Ort bewusst dafür entschieden. „Jeder Baum hat seine Berechtigung, auch der Krumme und Schiefe. Auch wir Menschen entsprechen nicht immer dem Ideal.“, hielten wir fest.

Nach kurzer Diskussion machten sich meine Mutter mit Schwester und Bruder an den Schmuck. Sie machten das Beste daraus. Eigentlich hat dann doch jeder Baum bei der Feier am Heilig Abend allen gefallen.

Als in diesem Jahr gleich drei Gemeindemitglieder ihren Baum aus dem eigenen Garten – mit dem warnenden Hinweis auf deren eigentümlichen Wuchs - für unsere Kirche anboten, fielen mir die Erlebnisse aus meinen Kindertagen ein.

Eine Begutachtungsgruppe brachte Fotos aus den Gärten mit und – wir entschieden uns, alle angebotenen Bäume für Kirche und Kirchplatz zu nehmen. „Der Baum muss nicht perfekt sein. So wie wir Menschen auch!“ Darin steckt doch die Botschaft von Weihnachten: Jesus wird in das Durcheinander der Menschen hinein geboren: Gar nichts ist da perfekt: Keine Unterkunft. In der Krippe im Stall bei Ochs und Esel, wo es sticht und stinkt, kommt der Sohn Gottes zur Welt. Gerade deswegen findet Gott auch heute einen Weg in den Schlamassel unserer Zeit.

Ein verwachsener, unsymmetrischer Baum kann dieses Weihnachtsgeheimnis sogar verdeutlichen, gerade in diesem verwachsenen Jahr.

Ich freue mich über die eigentümlichen Bäume an Weihnachten: Sie passen zu jedem von uns, die wir doch auch oft eigentümlich individuelle Gewächse sind. Es muss nicht alles perfekt sein. Genau wie damals in Betlehem.

Weihnachten feiern wir vielleicht kleiner als sonst, durch die Pandemie eingeengt und etwas verwachsener, aber umso froher und vielleicht auch wesentlicher und herzlicher: In Freude und voller Zuversicht. So wie es uns in diesem Jahr möglich ist,


wünscht Pfarrer Andreas Weber, Dechant