Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Neu: Zum Advent: "Ungemütlich"


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“
Beichtgelegenheit jeden Samstag um 09.15 Uhr (nach der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

Aktuelles


Hier erhalten Sie die neuesten Informationen aus unserer Pfarrgemeinde:


 
 

Pastoralverbund

Auf ein Wort

Monat der Schöpfung und Erntedank

 


„Gott sah, dass es gut war…“  


Mit dem Bericht des Anfangs erzählt die Bibel, wie Gott in sieben Tagen die Welt erschuf. Ein mythischer Bericht, dessen Rhythmus einen Refrain liefert, der sogar das Staunen des Schöpfers zum Ausdruck bringt: „Gott sah, dass es gut war!“.

Gott selbst empfindet von Anfang an Liebe und Bewunderung für seine Schöpfung, besonders für den Menschen, den er als Mann und Frau – nach seinem Bild – geschaffen hat: Ihm ähnlich.

Im Bündnis mit dem Menschen vertraut Gott diesem die Erde an. Da leuchtet schon die Frage auf, ob der Mensch wirklich noch mit Gott verbunden ist und alles achtet, was Gott ihm anvertraut hat.

Der Mensch ist ein Geschöpf unter den Geschöpfen, er kann Staunen und Liebe über sich selbst hinaus empfinden und Verantwortung übernehmen.

Hier liegt ein Schlüssel für den Umgang mit der Schöpfung, die gerade in diesen Tagen in aller Munde und Gedanken ist – bis hinein in die Politik.

Im Blick auf die Schöpfung den Schöpfer erkennen: Die Schöpfung ist ein Gottesbeweis. Gott offenbart sich in seinen Schöpfungen und in seiner Liebe zur Schöpfung: Diese Liebe hat in Jesus Christus ein Gesicht bekommen, ist „Fleisch geworden“ –   Gott wird noch einmal selbst   Teil seiner eigenen Schöpfung.

Die Natur ist ein prächtiges Buch, in dem Gott zu uns spricht. Keiner hat das besser erkannt als der Heilige Franziskus von Assisi, der neben dem Buch der Heiligen Schrift immer auch im Buch der Schöpfung las.

„Von der Schönheit und Größe der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen!“ heißt es schon im Buch der Weisheit (13,59) und Paulus schreibt im Römerbrief (1,20) über Gott: „Seine unsichtbare Wirklichkeit wird an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit!“ Der Heilige Franziskus forderte deshalb, im Konvent immer einen Teil des Gartens unbebaut zu lassen, damit dort die wilden Kräuter wachsen, damit die, welche sie bewundern, ihren Blick zu Gott, dem Schöpfer solcher Schönheit erheben können.

Die Welt ist wirklich mehr als ein zu lösendes Problem, wie wir es manchmal täglich von vielen mit erhobenem Zeigefinger hören. Nein, sie ist zuerst ein frohes Geheimnis, vor dem wir staunen können, und das wir mit Lob anschauen. Der Heilige Augustinus schreibt über das „unermessliche Buch der Schöpfung“: „Frage die Schönheit der Erde, frage die Schönheit des Meeres, frage die Schönheit der Luft, die sich ausdehnt und sich verbreitet, frage die Schönheit des Himmels, frage alle diese Dinge. Alle antworten Dir: Schau, wie schön wir sind! Ihre Schönheit ist ein Bekenntnis. Wer hat diese der Veränderung unterliegenden Dinge gemacht, wenn nicht der Schöne, der der Veränderung nicht unterliegt?“

Wer so die Natur betrachtet, sie bewundert und ehrt und den Schöpfer für alle Dinge preist, wird die Verantwortung für die Bewahrung unseres gemeinsamen weltweiten Hauses und für die Menschen und die anderen Mitgeschöpfe, die darin wohnen, spüren und entsprechend handeln: In den großen Entscheidungen von Politik und Wirtschaft, aber auch ganz persönlich, wach und aufmerksam, staunend und voller Respekt, jeden Tag,  


meint Pfarrer Andreas Weber, Dechant