Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Neu: Offene Türen - Feuerflammen - Erneuerung der Taufe


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“
Beichtgelegenheit jeden Samstag um 09.15 Uhr (nach der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

Aktuelles


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Pastoralverbund

Auf ein Wort

Turteltauben


Wie in jedem Jahr finden die Turteltauben am Lichtmesstag in der Liturgie Erwähnung. In diesem Jahr hat es sogar eine besondere Note. Die Turteltaube ist „Vogel des Jahres 2020“. Sie steht aktuell auf der „Roten Liste“. Ihr Lebensraum wird in unseren Gegenden immer mehr beschnitten; in südlichen Ländern ist es sogar erlaubt, sie zu jagen. Das biblische Tier der Armen ist selber arm dran. Schade, denn wegen ihres Verhaltens steht die Turteltaube seit jeher für Zärtlichkeit und Liebe und ein schönes Miteinander.

Das Opfer der Armen: Maria und ihr Kind und der greise Simeon stehen an diesem Tag im Vordergrund mit der Prophetin Hanna. Die beiden betagten Menschen dürfen den sehen, den schon Generationen vor ihnen erwartet haben: den Messias, „das Heil, das Gott vor allen Völkern bereitet hat, ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für das Volk Israel“ (Lk 2,29 ff.)

Die Eltern stellen das Kind dem Herrn vor, schenken es ihm gleichsam zurück: Darstellung des Herrn. Seit dem Auszug aus Ägypten war dies Brauch. Dort fanden trotz der zehnten Plage die israelitischen Kinder nicht den Tod, sondern wurden - durch das Zeichen des Blutes des Lammes an den Türpfosten - gerettet. Für immer sind die Erstgeborenen seither dem Herr geweiht (Exodus 13,1 ff). Dazu gehört ein Opfer - für die Ärmeren waren es zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, für ein paar Schekel.

Josef war Zimmermann, hatte ein Einkommen, er konnte seine Familie ernähren. Er war für Jesus ein vorbildlicher Begleiter. Er war gerecht, sagen die Evangelisten Lukas und Matthäus. Gerecht meinte: auf Gott hin ausgerichtet. Von ihm konnte Jesus lernen, dass er zu den Armen gesandt war und sein Blick immer zum Vater im Himmel gehen muss.

Was der Josef in der Stille seines Wesens andeutet, spricht  der greise Simeon aus: Begegnung mit Gott ist nicht mehr nur im Tempel, sondern in einer Person, in  Jesus Christus. Er ist der Weg zum Vater.

Die Liturgie am 40. Tag nach Weihnachten, dem 2. Februar, macht es noch einmal ganz deutlich: In alle Dunkelheiten der Welt sendet Gott ein Licht, groß und leuchtend: Seinen Sohn Jesus Christus. Das ist die Frohe Botschaft des Christentums: Sie gewinnt gerade dort an Überzeugung und Glaubwürdigkeit, wo Menschen sie ohne große Worte leben und verkünden – wie Josef,


meint Pfarrer Andreas Weber, Dechant