Pfarrer Andreas Weber, Dechant:

Auf ein Wort...

Neu: "Maria, beschütze Europa"


 

Beichtzeiten generell

„Beichten macht leicht und froh!“

Beichtgelegenheit jeden Samstag ab 17.00 Uhr (vor der Eucharistiefeier) in der St. Elisabethkirche. Beichtgespräche und Seelsorgsgespräche auch nach Vereinbarung.
Vor den Hochfesten und in geprägten Zeiten gibt es einen eigenen Plan für die vielfältigen Beichtzeiten.

 

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Pfarrer Andreas Weber: Auf ein Wort

"Die letzten hundert Meter" – Der Kreuzweg Jesu – heute aktueller denn je

 


In unseren Kirchen wird der letzte Weg Jesu vom Haus des Pilatus bis hinauf zur Kreuzigung auf dem Berg Golgota in vierzehn Stationen künstlerisch dargestellt.

Auf diesen letzten hundert Metern seines Leidensweges begegnet Jesus verschiedenen Personen, die am Rand des Kreuzwegs stehen oder auch direkt beteiligt sind: Da gibt es neben seiner eigenen Schwäche und der Gemeinheit seiner Peiniger, die Trauer und das Mitgefühl seiner eigenen Mutter. Simon von Zyrene und Veronika helfen Jesus - der eine gezwungen, die andere mutig und in aller Freiheit.

In der Vorbereitung auf Ostern gehen wir diesen Weg auch mit jungen Leuten. Gerade Jugendliche und Schüler lassen sich davon ansprechen und innerlich berühren.
Welche Position und welchen Platz nehme ich im Geschehen des Kreuzweges ein? Auch meine Betroffenheit und Hilfe sind gefragt.

In diesem Jahr hat uns besonders die achte Station angesprochen: Jesus begegnet weinenden Frauen. „Weint nicht über mich! Weint über Euch und Eure Kinder!“, ruft er ihnen zu.

Auf der Kreuzwegtafel in unserer Kirche hat der Künstler verschiedene kriegerische Anlässe der Weltgeschichte eingeritzt: Die Zerstörung Jerusalems, der Dreißigjährige Krieg, die beiden Weltkriege, Vietnam und Irland werden da beispielsweise genannt.

Ganz aktuell könnte man auch Mariupol, Butscha, Charkiv, Donesz, Kiew und andere Stätten der Grausamkeit des derzeitigen Krieges in der Ukraine nennen – hochaktuell.

Auch heute weinen Mütter dort über das Leid und den Tod ihrer Söhne und Töchter und Männer. Auch der Weg der vielen Frauen mit ihren Kindern auf der Flucht ist von Tränen gezeichnet, von Sorgen, Angst und Heimweh.

Ostern räumt die Tränen und die Grausamkeiten nicht einfach weg. In Jesus Christus leidet Gott mit den Weinenden unserer Zeit. Mit ihnen durchleidet er ganz aktuell und heute diese Grausamkeiten. Die Antwort auf seinen Tod und die erlittenen Verletzungen ist seine Auferstehung als Sieg über alle Gemeinheiten, zu denen Menschen fähig sind. Er lebt, obwohl er getötet wurde und wird an seinen Wunden erkannt.

Maria von Magdala erkennt den Auferstandenen am Ostermorgen durch ihre Tränen hindurch, als er sie mit ihrem Namen anspricht. „Augen, die geweint haben, sehen besser!“ heißt es in einem Sprichwort.

Mir macht dieses Wort gerade in diesem Jahr Mut. Das Leid zieht seine Spuren und wird nicht einfach ungeschehen. Im Blick auf den Auferstanden gewinnt es aber eine neue Dimension - auch im Hinblick auf die Freude über die Auferstehung und den Sieg Jesu Christi über den Tod.

Ich wünsche uns allen, dass gerade diese Osterzeit uns mitten im Leid neue Hoffnung und einen Lichtblick schenkt.

Viele Menschen in der Ukraine gehören zur Orthodoxen Kirche. Am Ostermorgen rufen sie sich nach altem Brauch als Gruß zu: „Christus ist auferstanden! “ Die Antwort lautet: „Er ist wahrhaft auferstanden! “

Möge aus dieser Botschaft für uns alle Hoffnung, Zuversicht und auch eine tiefe Osterfreude wachsen,


wünscht Pfarrer Andreas Weber, Dechant

Fotos: Hochaktuell: Junge Menschenbetrachten die achte Station des Kreuzweges in der St Elisabethkirche: Jesus begegnet weinenden Frauen – auch heute.